Anliegen des "Zebra Orange" ist es, Mädchen* auf allen Ebenen ihres Seins, vor dem Hintergrund ihrer individuellen Biographie und unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes, in den Mittelpunkt einer gezielten Unterstützung und Förderung zu stellen. Das Mädchen*kulturhaus möchte sie in ihren Bedürfnissen unterstützen und ermutigen, sich als eigenständige Persönlichkeiten auszudrücken - aktiv Handelnde zu sein. 

 

Darüber hinaus ist die geschlechter- und diversitätsbewusste Mädchen- und Jungenarbeit in der Kooperation mit Schulen in altersspezifischen "Mädchen* und Jungen* stärken Projekten" wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.

Ziel aller Aktivitäten des Mädchenkulturhauses ist es, die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben von Mädchen*, jungen Frauen* und Jungen* in allen gesellschaftlichen Bereichen zu schaffen und ihnen die dafür notwendigen Handlungs- und Orientierungsräume zur Verfügung zu stellen - geschlechtsspez. Benachteiligungen sollen aufgedeckt und benannt werden. Ihnen soll durch eine geschlechter- und diversitätsbewusste Perspektive entgegengewirkt werden. 

Angebote für Mädchen*, junge Frauen* und Jungen*, in denen sie durch größtmögliche Partizipation ihre Ressourcen, Fähigkeiten und Kenntnisse selbst entdecken und für die Zukunft nutzen können. Die in der Gesellschaft existierende Vielfalt von Geschlechter- und Lebensentwürfen jenseits der Geschlechternormen soll verdeutlicht und damit eine freie Wahl der eigenen Lebensform langfristig unterstützt werden.

 

  • die Orientierung an den Lebensrealitäten der Mädchen_Jungen

  • der Bezug auf die struktuelle Benachteiligung

  • Empowerment und Resilienz - die Förderung von Selbstbestimmung und Stärken von Mädchen und Jungen
     

Parteilichkeit heißt in diesem Zusammenhang, dass die Pädagog_innen sich auf die Seite der Mädchen_Jungen, ihrer Interessen und Bedürfnissen stellen, sie ernst nehmen und sie in der jeweilig gewählten Lebensperspektive unterstützen.

 

Wieso eigentlich Mädchen*?

Das Sternchen* hinter dem Begriff Mädchen haben wir extra dort hin gemacht. Wieso? Es soll darauf hinweisen, dass für uns der Begriff „Mädchen“ genau wie der Begriff „Junge“ einengende Rollenzuschreibungen sind. Dabei gibt es eine große Vielfalt von Fähigkeiten und Eigenschaften, wie eine Person, unabhängig von Mädchen/Frau und Junge/Mann sein kann. Anders ausgedrückt: Mädchen können schüchtern, laut, leise, dominant und zurückhaltend, wütend, technisch begabt oder alles gleichzeitig sein.

 

Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der sich alle ohne Beschränkungen, Schubladen und Rollenzuschreibungen frei entfalten und ohne Zwang entscheiden können wie, wo und mit wem sie leben wollen. Vielleicht gibt es dann irgendwann mal eine Gesellschaft in der es mehr gibt als „Mädchen“ und „Jungen“ und in der es möglich ist ohne die Zuordnung zu einem „Geschlecht“ zu leben.

 

Wieso eigentlich _ ?

Der Unterstrich  stellt eine Lücke im Wort dar die extra eingefügt wird um darauf hinzuweisen, dass es auch Menschen gibt, die sich nicht innerhalb der  Logik von Mädchen oder Junge, Mann oder Frau einordnen können oder wollen, wie z.B. transgender oder intersexuelle Menschen.

zu unserer Arbeit